King King

 

bluesfeeling.com sprach mit dem Top-Act "King King" Ende November im Topos/Leverkusen. Alan Nimmo und Lindsay Coulson, zwei sympathische Schotten und tolle Musiker nahmen sich nach dem Soundcheck Zeit, unsere Fragen zu beantworten.

 

1. Hallo Alan, hi Lindsay, willkommen in Deutschland. Ihr seid heute Abend zum ersten Mal hier – und euer erster Gig ist gleich im bekannten „Topos“.

Alan: Nun, es ist toll hier zu sein und in diesem bekannten und etablierten Club zu spielen. Wir hoffen, dass wir einen tollen Abend haben werden. Wie wir wussten, hat das Topos eine relativ kleine Bühne – und wir Jungs sind nicht gerade die schmalsten. Aber ich sehe kein Problem, dass wir gut rüberkommen und wir werden unsere Show so „explosiv“ machen wie es irgend geht.

 

2. Wie fühlt Ihr euch als hoch dekorierte Gewinner des British Blues Awards von 2012?

Alan: Nun, das ist eine große Ehre – es ist schön, dass man für seine harte Arbeit belohnt wird. Das lässt einen richtig gut fühlen, aber wir setzen unsere harte Arbeit weiter fort.

 

3. Mit Blick auf eure Band-Historie: Wann ist euch die Idee gekommen „King King“ zu gründen? Und wie kam es zur Namensgebung?

Alan: Lindsay und ich haben die Band vor vier Jahren gegründet. Wir sind Freunde seit langer Zeit und Lindsay hat langjährig als Bassist in meiner anderen Band, den „Nimmo Brothers“ gespielt. Dann hatten sich ein paar Dinge geändert, doch wir sind Freunde und in Kontakt geblieben. So haben wir irgendwann beschlossen, eine neue Band zusammen zu bringen. Glücklicherweise ging das sehr schnell – und hier sind wir heute also!

Der Bandname rührt von einem berühmten Bluesclub in Los Angeles her, der „King King“ heißt. Und eine bekannte amerikanische Bluesband, die „Red Devils“ – von der wir große Fans sind – nannte eines ihrer Alben „King King“. So dachten wir, dass dies ein passender Name für unsere Band wäre.

 

4. ...B. B. King ist da sicherlich auch eine gute Verknüpfung, oder?

Alan: ... natürlich, absout!“

Lindsay: .. Nun, da gibt es sicher Bezugspunkte zu B. B. King, aber auch zu Freddy King und Albert. Also wir zum ersten Mal zusammen gekommen sind, war die Ursprungsidee, hauptsächlich geraden, straighten Blues zu machen. Das war unsere erste Intension, da wir beide Fans von Bands wie „Red Devils“ oder „Fabulous Thunderbirds“ sind. Aber die Dinge haben sich dann anders entwickelt, als wir zu schreiben begonnen – die komponierten Sachen gingen dann immer mehr in Richtung Crossover, Bluesrock, Funk , und irgendwie kam auch noch der Soul in das Ganze.

 

5. So ist euer Stil also ein Mix aus verschiedensten Musikrichtungen?

Alan: Ja, aber es ist alles im Blues verwurzelt. Dieses verbindende Element bringt alle musikalischen Einflüsse zusammen und macht den Sound von „King King“ aus – basierend auf wahrer Leidenschaft, nichts Künstlichem, sondern „echter“ Musik, die von Herzen kommt. Das war und ist eine tolle Basis, um zu starten: Ehrlich sein in dem was man tut... egal ob Twelve-Bar-Blues, eine Rockballade oder ein funkiger Song. Es muss für die Zuhörer immer echt und von Herzen kommend herüberkommen – das ist Blues für uns!

 

6. Und was sind eure musikalischen Vorbilder, woher kommen die Einflüsse?

Alan: also ich persönlich bin ein großer Fan von Peter Green, B. B. King, Stevie Ray und Jimmie Vaughan, Eric Clapton T-Bone Walker und Muddy Waters. Aber ich bin auch deutlich beeinflusst von Bands wie ACDC, Thin Lizzy, Free, Paul Rodgers und auch andere Bands, für die der Blues ein zentrales Element sind. Bis hin zu Motown-Musik oder auch Bands wie Nickelback...

 

7. Wie sieht es denn mit euerem neuesten CD-Projekt aus?

Alan: Nun, wir waren letzte Woche in Belgien. Von dort zurück gekommen, sind wir direkt ins Studio, um zu recorden. Wenn wir von Deutschland zurück sind, geht’s gleich wieder ins Studio, damit unser neues Album schnellstmöglich fertig wird. Es gibt eine Fülle neuer Songs, und wir hoffen Ende 2012 fertig zu sein. Das Erscheinungsdatum wird voraussichtlich im März sein.

 

8. ...gibt’s bereits Pläne für eine kleine Deutschland -Tour in 2013?

Lindsay: Ja, wir starten zunächst in Großbritannien, Holland und Belgien und werden dann auch in Deutschland Station machen.

 

9. Hüstel, eine Frage zu eurem Bühnen-Outfit: Ihr tretet mit Kilt auf. Geschieht dies mit Blick auf euer Heimatland Schottland oder seid ihr sogar Mitglied in einem „Clan“?

Alan: Nein, in einem Clan sind wir nicht. Es gefällt uns einfach nur...

Lindsay: ... und kühlt uns ab, wenn es heiß auf der Bühne hergeht. (beide brechen in Gelächter aus)

 

10: Alan, eine letzte Frage, die Dein weiteres Projekt, die „Nimmo Brothers“ betrifft: Was sind hierbei deine Pläne und wie lassen sich beide Projekte miteinander vereinbaren?

Alan: Ja, „Nimmo Brothers“ wird weiter intensiv betrieben. In der Tat haben wir Ende Oktober eine Tour beendet, auf der wir unsere aktuelle CD „Brother to Brother“ vorgestellt haben. Die haben wir kürzlich in Austin,Texas aufgenommen. Dabei mussten wir einen großen logistischen und organisatorischen Job erledigen, da beide Bands bekanntermaßen sehr aktiv sind. Aber es ist Familie und mein Bruder und ich sind auch gleichzeitig gute Freunde. Wir sind ständig in Kontakt und managen das schon.

 

Alan, Lindsay...vielen Dank für das Interview. Es darf also festgestellt werden, dass King King 2013 wieder nach Deutschland kommt...

 

Alan und Lindsay: Ja, niemand kann uns jetzt stoppen (unter Gelächter). Wir kommen am 15. Februar nach Troisdorf und am 16. Februar in die „Bluesgarage“ in Isernhagen b. Hannover. Da sind wir wieder. Dankeschön (auf deutsch)!

 

Interview "King King" in englisch
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