Elles Bailey: rauchig, gefühlvoll, topp!

Elles Bailey: starke Stimme, starke Texte auf "Wildfire"
Elles Bailey: starke Stimme, starke Texte auf "Wildfire"

 

Es gibt sie, so CDs (nicht mp3’s!), die im Auto Dauerschleife laufen ohne langweilig zu werden: Für mich ist dies das neue Album von Elles Bailey namens „Wildfire“!


Die in Bristol lebende Elles Bailey hat ein Talent dafür, Musik zu schreiben und dabei die Wurzeln des Blues nahtlos mit Country und souligem Rock in einer modernen Art miteinander zu verknüpfen. Hinzu kommt, dass das Schicksal sie mit einer rauchigen Stimme – irgendwo zwischen Janis Joplin und Beth Hart – segnete, welche ihre Musik perfekt untermalt.

Elles’ Markenzeichen – ihre heisere, verlebte Stimme – klingt, als würde die junge Sängerin den Lebensstil einer Kettenraucherin führen. In Wirklichkeit wurde sie durch eine Krankheit in ihrer Kindheit verursacht. Im jungen Alter von drei Jahren entwickelte Elles sowohl eine virale, als auch eine bakterielle Lungenentzündung. Elles erholte sich von der Krankheit, dennoch hatte sich ihre Stimme ein Jahr nach der Erkrankung verändert. Ein Besuch beim Arzt offenbarte keinen dauerhaften Schaden, dennoch prophezeite der Arzt, dass sie ein Naturtalent als Bluessängerin sein würde, falls sie jemals beginnen möchte zu singen.

 

Jetzt, Jahre später, hat Elles Bailey mit der „für-den-Blues-gemachten“ Stimme ihr Debütalbum „Wildfire“ am 01. September 2017 veröffentlicht.

Das von Brad Novell in den Blackbird Studios in Nashville produzierte Album “Wildfire” vereint viele von Nashville’s Größen, inklusive des Grammy Award Gewinners und zweifachen CMA „Musician of the Year“ Brent Mason an der Gitarre, dem dreifachen „Music Hall of Famer“ Bobby Wood am Klavier, sowie Chris Leuzinger (Garth Brooks) an der Gitarre. Mike Brignardello (Lynyrd Skynyrd, Amy Grant) am Bass, Wes Little (Stevie Wonder, Melissa Etheridge) am Schlagzeug und dem legendären Ivor Novello Awardgewinner und Songwriter Roger Cook, welche halfen dem Album einen besonderen Glanz zu geben. Zurück im Vereinigten Königreich kamen dann noch Jonny Henderson (Robyn Ford, Matt Schofield) an der Hammond Orgel und Joe Wilkins an der glühenden Gitarre dazu. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Zusammenspiel von transatlantischen Stilen.

 

Einiges an Verantwortung dafür tragen sicherlich Elles’ Eltern, die etwas für West Coast Americana übrighatten. Hinzu kommt, dass ihr Vater Richard in einer Bluegrass Band spielte und beide Eltern einen wahrlich guten, weitgestreuten Musikgeschmack hatten: „Alles von der Nitty Gritty Dirt Band über Ike & Tina Turner bis zu Howlin’ Wolf.

 

Hervorzuheben ist auf dem 12-Track-Album etwa die kalkulierte Rache auf •„Barrel Of A Gun” oder die Abrechnung mit dem Materialismus unserer heutigen Zeit per •„Shackles Of Love”. Und natürlich den speziell über Janis Joplin geschriebene Soing •„Girl Who Owned the Blues”, dessen Thematik sich wie ein roter Faden durch praktisch alle ihre Songs. Klar, dass auch eine kleine Hommage für •„Howlin’ Wolf” nicht fehlen darf. Bei Storytelling ist ells ganz groß – kein Wunder, dass einen da Balladen wie •„Perfect Storm”„Shake It Off” oder •„Time Is A Healer” gefühlvoll mitnehmen.

Obwohl Elles schon ausgiebig in ganz Europa aufgetreten ist und die Britische Sängerin Jo Harman bei ihrer UK Tour begleiten durfte, ist Elles’s unermüdliches Verlangen nach Liveauftritten noch nicht gestillt und wird hoffentlich bald auch mit mehr Auftritten in Deutschland fortgeführt.

 

Video zur aktuellen Single •„Same Flame:

https://youtu.be/AdmwPAiaDCI

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