Blues auf die Nuss aus Tromsø

Pristine rockt in den Frühling!
Pristine rockt in den Frühling!

 Heute kommt das neue Album “Reboot“ von „Pristine“ aus Norwegen auf den Markt. Also, das ist Hammer: Eine wirklich hochkarätige Band, die absolut rockt und  alles beinhaltet, was Musik wirklich ausmacht!  Da bekommt man eine Dreiviertelstunde auf die Ohren, die einen mit zehn Songs auf einen psychedelischen Rock-Trip entführt. Schon eines der Highlights für das  Frühjahr 2016!   

 

Pristine spielen keinen Kuschel-Blues, sondern Blues-Rock der etwas härteren Gangart und sind nicht nur durch die Solokarriere von Sängerin Heidi Solheim (u.a. Teilnahme bei „The Voice“/Norwegen 2013) in Skandinavien schon sehr bekannt. Die rothaarige Frontfrau Heidi ist zudem eine absolute  Blues-Rock Röhre mit einer toughen Ausstrahlung!

 

Die alleinige Songschreiberin und Chef-Organisatorin der Band aus Tromsø, wuchs damit auf, unzählige Stunden Aretha Franklin, die Eagles und die Beatles aus der Plattensammlung ihres Vaters zu hören. Led Zeppelin und Grand Funk Railroad kamen noch hinzu. Dieser musikalische Einfluss traf auf ein Klima extremer Gegensätze, was Heidi folgendermaßen beschreibt: „Der Winter ist lang mit tagelanger kompletter Dunkelheit. Der Sommer ist kurz mit Mitternachtssonne und 24 Stunden Tageslicht. Es kann so kalt werden, dass man Eiszapfen an den Augenbrauen hat, oder so heiß, dass man kaum atmen kann. Die Natur ist wild mit hohen Bergen und unberührten Wäldern, schön und eindringlich zugleich. Aus dieser Erfahrung lässt sich eine Menge Inspiration ableiten“.

 

Diese Band ist authentisch: Alle Basic Tracks entstanden 100% live – hinzugefügt wurde nur eine Handvoll Overdubs. Das Album lebt neben seinem Songwriting auch von einem ungewöhnlichen Sound, der sich bewusst von vielen der zahl- und auch leblosen „copy & paste“-Produktionen unterscheidet. Magie entsteht hier durch die Leidenschaft und Energie der Musiker, nicht durch Produktionsfirlefanz. Heidi kennt ihre Mitmusiker ihr halbes Leben lang und betrachtet sie als Brüder.  Mal reingehört in die Scheibe: 

        

Eine Mundharmonika eröffnet „Derek“, beim nachfolgenden Riff stand hörbar Page Pate. Mit „All Of My Love“ folgt ein schneller Retro-Rocker, dem man sich unmöglich entziehen kann. „Bootie Call“ ist aus ähnlichem Holz geschnitzt. Auf langen Stücken wie der Albumtitelsong oder dem fantastischen „The Middlemen“ ziehen Pristine dann alle Register, und fahren eine Dynamik und Emotion auf, die einen fast sprachlos zurücklässt. „Don’t Save My Soul“ bietet dann Blues pur, und „The Lemon Waltz“ beschließt ein grandioses Album mit Gänsehaut.

 

Nach Club-Gigs, Festivalauftritten und Auszeichnungen (z.B. „Winner of the Norwegian Blues Cup“) stehen Pristine in den Startlöchern, um außerhalb ihrer Heimat durchzustarten und zu touren.

Das Video zur ersten Single “(I’m Gonna Give you) All of my Love” kann
man hier sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=JaaGOPJJGGE

Und nen kleinen Albumteaser gibt es hier:

https://www.youtube.com/watch?v=gDruCGR8PGc

 

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