Jungblues?!?

Neuentdeckung: Jeper Munk (hier beim Traumzeit-Festival 2014; Foto Wiki_Munk)
Neuentdeckung: Jeper Munk (hier beim Traumzeit-Festival 2014; Foto Wiki_Munk)

„Gibt es im Blues eigentlich auch neue Entwicklungen, jüngere Interpreten, die nicht sonnenbebrillt und mit schwarzen Hüten durch die Clubs ziehen, um Bluesklassiker zum x-ten Male runterzunudeln?“, fragte jüngst auf Xing ein wissbegieriger Bluesfan. „Entweder geht irgendwas an mir vorbei, auch weil ich nicht so sehr in der Szene verankert bin, oder tut sich wirklich relativ wenig Innovatives in dieser Musik? Positiv aufgefallen waren mir zuletzt •Laurence Jones und •Daniel Norgren. Irgendwelche Tipps?"

 

Na, da gibt es eine Menge von „Jungspunden- und -spundinnen“, die mit Stimme, Gefühl und Ambition, den guten alten Blues in teils neuem, modernen Gewand am Leben erhalten. In der letzten Zeit ist eher weißer Bluesrock-Nachwuchs aufgefallen. Hier mal eine kleine –selbstverständlich nicht abschließende – Übersicht:

•Ana Popovic •Oli Brown •Danny Bryant •Minor Cabinet •Tinsley Ellis •Ryan McGarvey •King King •Aynsley Lister •Erja Lyytinen •Jesper Munk •Dave Hole •John Campbelljohn •Dirty Dave Osti •Kris Pohlmann •Ben Poole •Johnny Rieger •Philip Sayce •Matt Schofield •Dudley Taft •Rob Tognoni •Dani Wilde... und natürlich •Henrik Freischlader.

 

Besonders auffällig in Deutschland ist in den letzten 2-3 Jahren Jesper Munk (* 31. Mai 1992 in München). Jesper wurde in München als Sohn der Dänin Helle Munk und des Musikers Rainer Germann (Marionetz, Cat Sun Flower) geboren. Mit 15 Jahren begann er Gitarre zu spielen, seit 2010 spielt er in der Band Lila's Riot. Nach dem Abitur begann er auch eine Solokarriere, trat auf der Straße und regelmäßig bei den Fish'n Blues-Veranstaltungen der Münchener Glockenbachwerkstatt im Glockenbachviertel auf. Entdeckt wurde der ursprüngliche Straßenmusikant von Musikredakteuren des Bayerischen Rundfunks.

 

Am 14. Juni 2013 erschien sein Debütalbum „For In My Way It Lies“. Das Album spielte Jesper Munk zusammen mit dem Lila’s Riot-Bandkollegen und -Schlagzeuger Clemens Finck von Finckenstein und seinem als Berater, Bassist und Co-Produzenten fungierenden Vater ein. Beide unterstützen Jesper Munk als Band auch bei Bühnenauftritten. An der Produktion seines zweiten Albums „Claim“ (erschienen im März 2015) waren Jon Spencer, Mocky und Sepalot beteiligt.

 

Im Rahmen eines ZDF-Fernsehauftritts wurde Jesper als „Deutschlands gehypten Blues-Act“ bezeichnet und die Jugendzeitschrift Bravo sah ihn als „einzigartige Neuentdeckung“ und ergänzte: „Diesen Namen sollte man sich merken“. Im Herbst 2013 ging der Jung-Blueser auf Tour und war in der Show von Harald Schmidt zu hören, weitere Fernsehauftritte in bekannten Shows folgten. Ende 2013 tourte Jesper Munk als Vorgruppe bei Eric Burdons Deutschlandtour. – Immer schön vorsichtig mit Superlativen, aber der Bursche kommt gut! Aktuell ist er wieder unterwegs, hier mal ein paar Tourdaten:

 

14.08. Stukenbrock, Serengeti-Festival

29.08. Wasserburg, Kuahgartn

18.09. Hörbach,Brettl Festival

26.09. Lahnstein, 35. Lahnsteiner Bluesfestival

30.10. Leipzig, Moritzbastei

03.11. Münster, Gleis 22

04.11. Essen, Zeche Carl

 

Clips von Jesper Munk  findet ihr unter http://tvnoir.de/jespermunk

 

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