Sayce zeigt seine „Influences“

Top: "Influence" von Philip Sayce (Foto: Mascot)
Top: "Influence" von Philip Sayce (Foto: Mascot)

Viele werden Philip Sayce, der wirklich ein begnadeter Gitarrist ist, sicher schon kennen...für einen Teil der Bluesgemeinde ist er aber noch ein unbeschriebenes Blatt.

Am 22. August für letztere nun eine neue Chance, den 1976 in Wales geborenen und in Toronto aufgewachsenen, phantastischen Bluesgitarristen kennenzulernen. Denn dann erscheint seine aktuelle CD „Influence“(Mascot Label Group/Rough Trade) nach „Peace Machine (2006), „Innerevolution“ (2010) und "Steamroller (2013).

Der Name „Influence“ steht Pate für einen Hommage an viele Musiker mit denen er groß geworden ist: Etwa Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix,  Jeff Healey und Mark Knopfler sind hier zu nennen. Sayce erinnert sich deutlich daran, wie seine Eltern ihm deren Musik vorspielten, als er noch klein war und sie beeinflusste ihn nachhaltig.

Mit der neuen Scheibe schafft Sayce ein Meisterwerk, sowohl mit emotionalen Covernals auch inspirierenden eigenen Stücken. Der weise Blueshero hat erkannt,dass es mitnichten darauf ankommt, ob man einen Song lediglich singt oder selbst schreibt, sondern die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. „Ich möchte eine emotionale Verbindung mit meinem Publikum, eine Rückkehr zu den Wurzeln. – Hat man „Influence“ einmal gehört, ist das mehr alsoffensichtlich.Mit flammenden Gitarrenlicks und ungezügelter Freude meldet sich Sayce zurück. Insbesondere das Little Richard-Cover „Green Power“, ein recht düsteres R&B Stück, das der legendäre Sänger und Pianist  in den früheren Siebziger Jahren schrieb, zeigen dies deutlich. “Es gibt keinen besseren Rock’n’Roll-Sänger als Little Richard”, konstatiert Sayce. „‘Green Power‘ ist ein Song, den jeder kennen sollte undich wollte ihm gerecht werden. Während der Aufnahmen zum Album wohnte ich in einem Hotel in Nashville, in dem auch Little Richard ein regelmäßiger Gastist. Eines Tages sah ich ihn in der Lobby und er bemerkte, dass auch ich Musiker bin, also grüßte er mich. Das war wirklich cool. Da lag es natürlichnahe, einen seiner Songs zu spielen. Zu finden ist auch der lange vergessene Graham Nash-Klassiker „Better Days“,das großartige Kernstück des Albums und vielleicht der entscheidende Trackauf "Influence“.

 

„Better Days“ ist eine wunderschöne Komposition, und passte perfekt zu der Stimmung, in der ich mich befand. Für mich handelt er davon, wie dieses Business irgendwann ihren Tribut, nämlich Deiner Psyche, fordert. Er ist unglaublich schwer.“ Nichtsdestotrotz handelt „Better Days“ auch von Beharrlichkeit und  Zielstrebigkeit – Eigenschaften, die Sayce alle in höchstem Maße besitzt.„Influence“ mag teilweise von den schlechteren Erfahrungen inspiriert sein,die er erleben musste, doch sie sind auch ein Ticket zu einem höheren Leveldes sensiblen Künstlers. Übrigens: Eine Tournee ist für den Herbst geplant – Daten folgen. Hier mal ein kleiner Appetizer:

http://www.youtube.com/watch?v=khkghSLo750

"Aberystwyth", live in LA 2013

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